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 Welche Leinwand
 Welches Modell

Welche Leinwand

Eine Leinwand ist für die Bildqualität fast genauso wichtig wie ein Projektor.


Leinwand Größe
Die Bildbreite mal zwei genommen sollte der minimalste Abstand zur Leinwand sein. Bei LCD Projektoren, die eine Auflösung unter XGA haben, sollte die Leinwand noch kleiner gewählt werden.
Es kommt auch sehr auf den Ansi-Lumen Wert an. Umso heller der Projektor ist, umso größer kann die Leinwand sein.

Mit dem Beispiel kann man sich ungefähr die Breite der Leinwand ausrechnen. Das gilt aber nur für LCD und DLP Projektoren nicht für Röhren. Bei einem nicht abgedunkelten Raum variiert der Luxwert (Helligkeitswert) zwischen 100 lx im Schatten und 400 lx am Fenster. Der Projektor sollte fünf mal heller sein, also beim sehr hellen Raum 2000 lx. Bei einem ganz abgedunkelten Raum nehmen wir den Faktor 400 lx bis 500 lx.
Die Helligkeit des Projektors ist im Beispiel 1000 Ansi-Lumen.
Wir gehen im Beispiel mal von einem dunklen Raum aus also 500 lx.

1000 Ansi Lumen : 500 lx = 2 Quadratmeter

Ergibt aufgerundet also eine Bildbreite von 1,8m bis 2,0m bei einem 4:3 Bildformat.
Natürlich ist das ganze reine Theorie der Gainfaktor der Leinwand spielt auch noch eine Rolle.

Oberfläche / Reflexionsverhalten
Nach Din 19405 wird in drei Typen unterschieden.

Typ D(diffus)
Ist die normale kostengünstige weiße Glatte Leinwand. Sie weisen einen großen Streuwinkel auf, und sind mit einem Gain Faktor von maximal Fünf zu haben. Eigentlich das beste fürs Heimkino, und vor allem für einen Röhrenprojektor weil keine Farbverfälschungen auftreten. Je glatter die Oberfläche, umso besser das Bild. Sehr gut geeignet sind PVC Tücher.

Typ S (Speculum)
Eine Leinwand mit einer metallischen Oberfläche. Das Bild wird Spiegel ähnlich reflektiert, bringt aber auch sehr viele Nebeneffekte mit.

Typ B (Beaded)
Glasperl Leinwand, die das merkwürdige Verhalten hat, das Licht aus der Richtung wo es herkam, wieder zurück zu reflektieren. Für Tischprojektion bestens geeignet, ansonsten aber nicht empfehlenswert.

Sonstiges
Akustisch transparente Tücher (THX Norm) ermöglichen es, wie im Kino Lautsprecher hinter der Bildwand aufzustellen. Kleine Löcher in der Leinwand lassen den Klang passieren. Nachteile die Löcher schlucken Licht, ein gewisser abstand zur Leinwand sollte eingehalten werden, und sie gehören auch nicht zu den billigsten Leinwänden.

Format
4:3
Das Fernseh- und Videoformat.
16:9 (1:1,85)
Das Kino Format. Allein das Format der Leinwand bringt ein sehr gutes Kinofeeling.
Bei 4:3 Bildern (die bei DVD's schon bald selten sind) kann der Zoom weiter helfen.

Gewicht
Je schwerer die Leinwand, umso dicker das Tuch, umso geringer ist die Gefahr des Verziehens.

Rand
Ein schwarzer Rand, erhöht den optischen Kontrast, und lässt den Bildrand gerade erscheinen. Eine Leinwand mit schwarzem Rand und 16/9 Format ist Heimkino total.

Wartung (Reinigung)
Glasperlen-Beschichtete Leinwände sind sehr berührungsempfindlich, nur die teueren Modelle sind abwaschbar. Stoff und Leinen-Tücher sind zwar abwaschbar, eine Verschmutzung ist aber schwer zu entfernen. Optimal sind die Kunststoffbeschichteten Tücher.

Gain
Der Gain (Gewinn, Verstärkung) Faktor, gibt an wie stark das Licht gebündelt wird, z.B. eine Leinwand mit einem Gainfaktor von 2,5 (Glasperl) hat einen Sichtwinkel von 30 Grad. Eine Parabol Leinwand (Leinwand die nach innen gewölbt ist) schafft bis zu 25 Gain. Gerade bei Projektoren mit wenig Ansi-Lumen empfiehlt es sich einen höheren Gainfaktor zu nehmen, der aber auch nicht 9 Gain überschreiten sollte. Der Nachteil: es können Bildstörungen auftreten, den so genannten Hot Spot Effekt wo die Mitte viel heller ist als der Rand. Da der Sichtwinkel kleiner wird, ist die Anzahl der Heimkinozuschauer auch geschrumpft. Bei einen hellen Projektor (was immer noch das beste ist) ist ein Faktor von 1 maximal 2 Gain am empfehlenswerten.

Kauftipps

  • Der linke- und rechte Seitenrand kann sehr oft schon nach innen gewölbt sein, gerade bei günstigen Leinwänden ist darauf zu achten. Durch starken Beulen oder wölben werden bei Röhrenprojektoren Konvergenzfehler auftreten.
  • Wegen dem verbeulen sollte man sich auch die Rückwand ansehen, Stoff ist da meistens nicht gerade die beste Lösung.
  • Am unteren Rand können auch viele kleine Beulen auftreten, durch nicht korrektes einspannen in die Leiste.
  • Umso dicker und schwerer das Tuch, umso schlechter kann es beulen. Nur leider sind diese Leinwände dann auch nicht gerade billig, ein gutes PVC Tuch kann locker 2000 Euro kosten, sie sind aber auch gebraucht öfters günstig zu haben.